Wanderungen oder gar die Besteigung des zweithoechsten Berges Afrikas gilt unter Bergsteigern als eines der Highlights einer Ostafrikareise. Der Berg gilt den Massai, den Kikuyu und den benachbarten Kamba als heilig, Gott Nigai wohnt in dem schroff felsigen Massiv, das weithin gut sichtbar ist. Der Namensgeber des Mt Kenia war allerdings ein deutscher Missionar 1840, der einen Einheimischen Massai nicht richtig verstand und aus Kinyaa Mt Kenia machte. Das Massiv besteht aus 3 Hauptgipfeln die nach Massai Aeltesten benannt sind: Point Lenana (4989m), Nelion (5188m) und Batian (5199m). Die letzten beiden Berge sind aber sehr guten Kletterern vorbehalten.Die Vegetation besteht aus riesigen Bamuswaeldern, Wacholder, Loberien und Koniferien und weiter oben sind Schnee und Geroellfelder anzutreffen. Auf dem Weg zum Point Lena wird man von zahlreichen Tieren wie Elefanten, Bueffel, Nashoernern, Leoparden, seltenen Bergantilopen und Leoparden begleitet. Vier Tage verbrachten wir in diesem beeidruckenden Natur- und Tierschauplatz.
Schon in den ersten Stunden im Nationalpark wurden wir von Zebras, Affen und Antilopen überrascht. Das Wandern war aber auch von andauernder Spannung gepraegt, denn überall auf dem Pfad lagen frische Elefanten Fäkalien und bei jedem Rascheln im Busch schlug unser Herz schneller...aber es blieb leider nur bei den Fäkalien auf dem Weg. Unser erstes Nachtlager schlugen wir auf 3300m Höhe auf, das schöne Steppenland um die Old Moses Hut lud geradezu zum verweilen ein...und so saßen wir bei Nießelregen in unserem gemuetlichen Zelt und ließen uns Nudelsuppen schmecken.
Der zweite Tag sollte ein langer werden und führte uns sieben Stunden über drei Täler, vorbei ein wilden Bächen bis zum Basecamp, dem Shiptons Camp auf 4200m. die Vegetation entlang des Trails war gepraegt von Loberien und Koniferien und unzaehlichen exotischen Voegeln. Nach einer bitterkalten Nacht ging es dann um 3 Uhr los Richtung Gipfel, leider war die Orientierung wegen ca 15 - 20 cm Neuschnee nicht einfach, warum wir ungeplannt um 5 Uhr auf dem falschen Gipfel standen; dem Peak Thomson (4889m)... nach weiteren 1,5h leichter Kletterei standen wir dann puenktlich zum Sonnenaufgang am geplannten Gipfel, dem Point Lenana (4989m). Dann ging es wieder zueruck zur Old Mosos Hut, wo wir wieder unser Nachtlager aufschlugen, bevor wir gestern an unserem vierten Tag nach einem schoenen Sonnenaufgang wieder zueruck durch den schoenen Urwald - begleitet von riesigen Bambusbauemen, Affen und Antilopen - zum Simiron Gate wanderten..
Bildergalarie:
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| Mt Kenia Nationalpark |

Danke für den netten Blogbeitrag =)
AntwortenLöschenHier habe ich auch noch Reiseangebote gefunden für eine Mount Kenia Bestigung. Ich denke das würde gut hierher passen
> http://accept-reisen.de/reisekategorien/aktiv-a-trekkingreisen.html
Auf dem Mount Kenia war ich noch nicht. Vor Jahren war ich einmal auf dem Kilimandscharo und kann das nur empfehlen. Ein herrlicher Aufstieg mit der Gruppe war das und ein toller Ausblick von oben. Allerdings war es auch tüchtig kalt!
AntwortenLöschenIch habe deinen Bericht sehr genossen, freue mich auf mehr!
LG